Achillessehnenprobleme: Was tun?

Es schmerzt beim/nach dem Laufen, sportliche Betätigung wird immer unangenehmer, jeder Schritt erfordert Überwindung.
Meistens baut sich die Problematik über lange Zeit auf, die Diagnose ist nicht schwer zu stellen.
Gehäuft treten Beschwerden in der Achillessehne bei Lauf- und Sprungsportlern auf, früher wurde eine Tendinitis (-itis=Entzündung) diagnostiziert, heute spricht man von einer sogenannten Tendinopathie (krankhafte Veränderung der Sehne ohne vorliegender Entzündung).
Historisch überliefert ist folgende Begebenheit: Ein gewisser Hakan Alfredson litt seit längerem an starken Schmerzen im Bereich der Achillessehne, die ihn bei seinen sportlichen Aktivitäten massiv behinderten. Sein Wunsch an einen befreundeten Chirurgen, ihn deswegen zu operieren, wurde von diesem abgelehnt:
„keine Ruptur-keine Operation!“. Also versuchte er selbst, seine Sehne zu rupturieren indem er sich auf eine Treppenstufe stellte (im Vorfußbereich) und die Ferse bis unter das Treppenniveau absenkte. Doch im Gegenteil zu seiner Intention stellte sich nach Wochen eine kontinuierliche Verbesserung ein und der Grundstein für einen neuen Weg der Rehabilitation von Achillessehnenbeschwerden war gelegt.
Risikofaktoren: Exakte Ergebnisse liegen noch nicht vor, dennoch sind männliches Geschlecht, Adipositas (Fettleibigkeit) sowie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Stoffwechselstörungen, Muskelverkürzungen und Schwäche sowie Fußdeformitäten (Platt/Spreiz/Senkfuß…) und Instabilitäten des Sprunggelenkes angegeben. Weitere sogenannte extrinsische (von außen zugeführte) Faktoren sind die Einnahme bestimmter Antibiotika, Kortisonpräparate sowie Anabolika. Eine Vorverletzung der Sehne, schlechtes Schuhwerk und eine abrupte Änderung der Trainingsgewohnheiten sowie ein hoher Lauftrainingsumfang und Laufen auf Sand stellen weitere Risikofaktoren dar.
Welche Therapie ist angezeigt: Selbstverständlich sind sie bei uns in besten Händen. Wir wenden Techniken an wie tiefe Friktionen, Faszientechniken, Muskeldehnungen und gleichzeitig Kräftigung von abgeschwächten Muskeln. Weiters ist die Beratung und Analyse des Trainings und der Risikofaktoren wesentlich für den therapeutischen Erfolg. Darüberhinaus  ist es für das Training wesentlich, ob der Ansatz oder wie am häufigsten üblich, das mittlere Drittel der Achillessehne betroffen sind.
No pain, no gain-dies ist nicht das Motto eines Masochisten, dennoch braucht man keine Angst vor Schmerzen bei den Übungen haben.
Sprechen Sie mit uns, wir nehmen uns gerne Ihres Achillessehnenproblems an. Ihr Team des ZMPT-Zentrum für muskuloskelettale Physiotherapie.